Zahnärztliche Behandlung von CMD – Erkrankungen

Einschleifen?
Schienen?
Kieferorthopädische Behandlung?
Prothetische Versorgung?

Was? Wann? Wo? Wie? In welcher Reihenfolge?


Funktionsstörungen sind Risikofaktoren, die den Erfolg einer zahnärztlichen Restauration in Frage stellen können.

Vor einer Versorgung mit Zahnersatz ist eine funktionelle Risikobestimmung zur Früherkenn-ung unbedingt zu empfehlen, um Störungen zu vermeiden.

Zahnärzte sind immer aufgefordert gelenkbezogen zu arbeiten. D. h. zuerst muss der Zahnarzt das Kiefergelenk zentrieren und erst dann die Zähne passend gestalten.

Es ist logisch, alle Bewegungen des Kauorgans am Ausgangspunkt der Bewegung zubetrachten.

Der Ursprung der Unterkieferbewegung ist das Kiefergelenk.

Das Kiefergelenk
in seiner Normalfunktion

Was ereignet sich beim Kiefergelenkknacken?
Die Gelenkscheibe ist ausgerenkt, kann aber wieder eingerenkt werden.

Das erste Knackgeräusch wird beim Öffnen des Unterkiefers durch die aufspringende Gelenkscheibe verursacht, das zweite Knackgeräusch wird beim Schließen des Unterkiefers durch die abspringende Gelenkscheibe verursacht.
Schmerzlinderung durch das Behandlungsziel: Das Abspringen soll verhindert werden.

Selbsttest:

Was ereignet sich bei der Kiefergelenkblockade?
(der Mund kann nicht geöffnet werden)
Die Gelenkscheibe ist ausgerenkt, kann aber nicht wieder eingerenkt werden.

Die Bewegungen
des Unterkiefers sind
eingeschränkt

Interne Kiefergelenkstörung mit dauerhaft vorverlagerter Gelenkscheibe

Der Diskus
( Knorpelscheibe )
ist in keiner Phase
der Bewegung in dem
Gelenkspalt.
Die Bewegungen
des Unterkiefers sind
eingeschränkt
 

Interne Kiefergelenkerkrankungen
Wann muss zur Früherkennung untersucht werden?

Wann braucht man als Patient eine Funktionsanalyse?
Funktionsanalyse ist die umfassende Strukturanalyse des Kauorgans.
(= stomatognathes System: Kiefergelenke, Bänder, Sehnen, Muskulatur, Zähne, Zahnbett) Das Zusammenspiel zwischen Kiefergelenken, Zähne und Muskulatur wird hierbei untersucht und dargestellt.

Im Mund des Patienten sind verschiedene Probleme nicht erkennbar.

Diese Untersuchungen bestehen aus einer klinischen und einer instrumentellen Funktionsanalyse sowie einer seitlichen Röntgenaufnahme des Schädels.
In dieser Analyse soll entsprechend dem individuellen Wachstumstyp das Zusammenspiel von Ober- und Unterkiefer unter Berücksichtigung der Kiefergelenksbewegungen abgeklärt werden. In der zahnärztlichen Praxis bedeuten nahezu alle zahnärztlichen Tätigkeiten Eingriffe in die Okklusion. Ein optimales, individuelles Therapiekonzept erfordert gesicherte Behandlungsdaten. Für Zahnärzte und Patienten ist es nicht oder nur schwer erkennbar, auf welches Risiko sie sich ohne Analyse einlassen.
Risikoerkennung ist als wesentliche Grundlage für Planungs- und Behandlungsumfang anzusehen.
Ohne funktionsdiagnostische Strukturanalyse des Kauorgans ist eine individuelle Behandlungsplanung und Prognose nicht möglich.

Es ist nicht möglich, ein stabiles Haus (Kauorgan) ohne Statik zu bauen!

 

 

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